Balzen wie die Pinguine
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Haubentaucher werben intensiv um ihre Partner
Enzkreis. Jetzt beginnt es wieder, das wundervolle Paarungsritual der Haubentaucher. Kaum ein anderer Vogel bietet dem Zuschauer ein Spektakel wie die Wasservögel mit der Irokesenhaube. Mit gespreizter Federhaube stehen sie sich im Wasser gegenüber und bewegen synchron ihre Köpfe, so als läge irgendeine rhythmische Musik in der Luft, die nur sie hören können. Noch spektakulärer ist die sogenannte Pinguin-Pose, bei denen sich die beiden Partner durch rasches Paddeln der Füße fast senkrecht voreinander aus dem Wasser heben. Beobachten kann man dieses Spektakel im Enzkreis fast nur auf den Maulbronner Klosterteichen.
Ein Haubentaucher wirbt um seine Liebste. Foto: Lechner
Haubentaucher brauchen große fischreiche Seen mit dichter Ufervegetation als Lebensraum. Ihr auffälliges Balzritual hat übrigens nur einen Zweck: Nach dem monatelangen Leben als Single muss sich ein angehendes Haubentaucher-Paar erst wieder an ein Leben in trauter Zweisamkeit gewöhnen. Schließlich schafft es nur ein gut eingespieltes Paar, seinen Nachwuchs unversehrt über die Runden zu bringen. Daher gilt auch für eine Haubentaucher-Dame der bewährte Spruch: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet.“ Und das kann dauern. Viele Wochen lang umwirbt ein männlicher Haubentaucher seine Angebetete mit kleinen Brautgeschenken. Frischfisch ist es, was die Dame begehrt. Nur wenn ihr Verehrer genug davon anschleppt, weiß sie: „Das ist der Richtige, der kann mich ernähren, während ich mich um unseren Nachwuchs kümmere.“
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