Bahn plant für die Geschichtsbücher

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Radtour den Spuren nie realisierter Schienenprojekte

Enzkreis. Eine Radtour des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat am Sonntag zu im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts geplanten, aber nie realisierten Bahnprojekten im Enzkreis geführt. Wegen des Gewitters am Morgen und der unsicheren Wetteraussichten konnte VCD-Landeschef Matthias Lieb leider nur wenige Pedalritter begrüßen. Ihn eingerechnet war es ein Quartett, das sich vom Maulbronner Stadtbahnhof aus Richtung Zaisersweiher auf den Weg machte. Von Zaisersweiher nach Sternenfels sollte eine dieser Bahnlinien führen, mit der Option einer Weitertrassierung ins Zabergäu, machte Lieb anhand eines Folianten mit Karten und Landtagsprotokollen aus den Jahren 1890 bis 1920 deutlich, den er in einem Antiquariat erstanden hat. „Die Normalspurbahn sollte hinter dem Kloster vorbei über Zaiserweiher und Diefenbach führen.“

VCD-Landeschef Matthias Lieb (li.) lotst die Teilnehmer einer Radtour auf die Spuren nie realisierter Bahnprojekte. Foto: Appich

VCD-Landeschef Matthias Lieb (li.) lotst die Teilnehmer einer Radtour auf die Spuren nie realisierter Bahnprojekte. Foto: Appich

Ein wichtiger Grund für diese Planung dieser Strecke war der Steinbruch. „Mit Fuhrwerken konnten ausschließlich Rohlinge abgefahren werden, weil dabei schon mal etwas zu Bruch ging.“ Die Bahn dagegen hätte bearbeitete Steine transportieren können. „Die Steinhauer wären im Winter nicht arbeitslos geworden, und die Wertschöpfung wäre in der Region geblieben.“

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