Außenseiter rücken in den Mittelpunkt

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Pforzheim. Am Theater Pforzheim sind zwei Meilensteine der Moderne an einem Abend zu erleben: die Neuinszenierung der expressionistischen Oper „Der Zwerg“ von Alexander Zemlinsky und „Le Sacre du Printemps“ zu der revolutionären Ballettmusik von Igor Strawinski. Die Premiere findet am Freitag, 22. Mai, um 19.30 Uhr im Großen Haus statt. Beide Inszenierungen verknüpfen die Erzählung von einer Person, die als Außenseiter auserwählt wurde: In der Oper „Der Zwerg“ wird ein Fremder von einer Hofgesellschaft ausgeschlossen, indem ihn die schöne und junge Prinzessin zunächst glauben macht, sein Werben um sie würde ihr gefallen, und ihn danach erniedrigt. Markus Hertel kehrt in seiner Neuinszenierung die ästhetische Perspektive um: Der Hofstaat ist einem zweifelhaften Schönheitsideal verfallen, während der Fremde Mensch bleibt. In „Le Sacre du Printemps“ befragt Guido Markowitz mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes die Hoffnung auf Veränderungen in einem von Gewalt durchdrungenen gesellschaftlichen Miteinander. Fortschreitend werden Personen, die „aus der Reihe tanzen“, als Außenseiter exponiert. Vor dem Hintergrund der auf- und abschwellenden Drohkulisse entstehen Bilder der Ent- und Bekräftigung.

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