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Flüchtling in Abschiebehaft: Ehrenamtlicher Helfer sorgt sich um das Schicksal seiner Schützlinge

Ölbronn-Dürrn. „Alles mit unserem Geld“: So äußerte sich nach Darstellung von Ulrich Noller, der sich zusammen mit anderen Helfern in Ölbronn für Flüchtlinge einsetzt, eine Angestellte der Ausländerbehörde des Landratsamts Enzkreis ihm gegenüber. Er habe sich zuvor nach einem seiner Schützlinge erkundigt, der die Bluterkrankheit hat. „So kann man sich nicht äußern, wenn man bei der Ausländerbehörde arbeitet“, kritisiert Noller.

Eine symbolische Szene vom Gelände der Unterkunft in Wiernsheim. Hier wie andernorts stellt sich die Frage: Was wird aus den Flüchtlingen, die nicht bleiben dürfen?Archivfoto: Fotomoment

Eine symbolische Szene vom Gelände der Unterkunft in Wiernsheim. Hier wie andernorts stellt sich die Frage: Was wird aus den Flüchtlingen, die nicht bleiben dürfen?Archivfoto: Fotomoment

Salman, der aus Gambia stammende Flüchtling, sei nicht wie verabredet zu einem Treffen gekommen, berichtet der Gemeinderat. „Ich habe auch bei der Polizei und bei anderen Behörden angerufen, denn es hätte ihm ja auch etwas passiert sein können.“ Was er herausgefunden habe, habe ihn schockiert. „Salman wurde in der Nacht auf Freitag in der vergangenen Woche von der Polizei abgeholt und in die Abschiebezelle nach Ingelheim in der Pfalz gebracht.“ Dort müsse er wie in einem Gefängnis auf seine Abschiebung warten, die für den 12. Januar vorgesehen sei.

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