„Angst muss man nehmen“
Lokales Online
Hamsterkäufe auch in der Knittlinger Störrmühle – Inhaber hält Sorgen für unbegründet
Alle Hände voll zu tun: Mehrmals täglich müssen die Mehlregale aufgrund der erhöhten Nachfrage neu aufgefüllt werden. Foto: Willimek
Knittlingen. Mindestens fünfmal mehr Mehl gehe im Mühlenladen der Störrmühle seit Beginn der Hamsterkäufe regelmäßig über die Theke. Mehrmals täglich müssen zudem die Regale nachgefüllt werden, um der gesteigerten Nachfrage gerecht werden zu können, schildert Klaus Dobler, Inhaber der Störrmühle in Knittlingen, die Situation. Dabei zeichnet sich aus Sicht des Müllers in der Bevölkerung zunehmend die Sorge nach möglichen Versorgungsengpässen ab. „Jeden Tag erhalten wir alleine vormittags locker zehn Anfragen von Personen, die sich nicht sicher sind, ob es in unserem Laden noch Lebensmittel gibt. Nachmittags sind es meist gleich noch mal so viele“, so der Inhaber. Die Angst vor einer denkbaren Lebensmittelknappheit zeige sich laut Dobler vor allem im veränderten Kaufverhalten seiner Kunden. „Wenn normalerweise nur Ein- oder Zwei-Kilo-Säcke Mehl gekauft werden, jetzt aber auch immer mehr Säcke mit 25 Kilo, dann zeigt das schon, dass eine Angst da ist, dass die Vorräte knapp werden könnten. Und die Angst, die muss man nehmen“, findet der Müller. Angesichts der tatsächlichen Vorratslage möchte er die Bevölkerung daher beruhigen – er hält die Sorge vor einer möglichen Lebensmittelknappheit für absolut unbegründet.
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