Alter schützt vor Liebe nicht
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„Vor Sonnenuntergang“ feiert Premiere am Theater Pforzheim
Pforzheim (pm). 70 Jahre – ein Alter, in dem das Leben bereits vorbei ist? Oder auch erst noch einmal beginnt, mit einem anderen Lebenspartner, neuen Zukunftsplänen oder der Verwirklichung lange gehegter Wünsche, die früher unmöglich schienen? Gerhart Hauptmann verfasste, selbst fast 70-jährig, im Jahr 1932 sein Schauspiel „Vor Sonnenuntergang“ über genau diese schwierige Fragestellung. Die Problematik ist heute in einer alternden Gesellschaft, in der ältere Menschen noch einen neuen Anspruch an ihr Leben stellen können, beklemmend aktuell; die Sprache wirkt kraftvoll frisch. Am kommenden Freitag, 19. April, um 20 Uhr erlebt „Vor Sonnenuntergang“ im Großen Haus des Theaters Pforzheim seine Premiere.
Geheimrat Clausen feiert als hochgeehrter Bürger, erfolgreicher Geschäftsmann und Kunstfreund seinen 70. Geburtstag. Jahre nach dem Tod seiner geliebten Frau findet er neuen Lebensmut in der Liebe zur jungen Inken Peters. Eine Liebe, die reinen Herzens von Inken, die ihren Vater früh verlor, erwidert wird. Eine Liebe, die aus gesellschaftlichen Gründen sowohl von Inkens Mutter wie von den snobistischen Kindern und Schwiegerkindern Clausens abgelehnt wird. Clausen und Inken sind jeder auf eine ganz eigene Weise naiv und realitätsblind, begreifen nicht, welch dunkle Wolken aufziehen, mit welcher selbstgerechten Erbarmungslosigkeit die Familie ihre eigenen Interessen durchzusetzen versucht. Gejagt vom Egoismus seiner Kinder, weiß sich Clausen keinen Ausweg.
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