Altbau-Probleme stören die Abläufe
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Chef des Kinderzentrums: Kleine Patienten stehen trotz Brandschutz-Themen im Mittelpunkt – Wer kein Notfall ist, muss länger warten
Leere Zimmer und stille Flure statt Klinikbetrieb: Der Altbau des Kinderzentrums Maulbronn ist dringend sanierungsbedürftig und kann in Teilen schon seit zwei Jahren nicht mehr genutzt werden. Das beeinträchtigt die Abläufe in mehrfacher Hinsicht.
Der kleine Max leidet an einem seltenen Syndrom, von dem weltweit unter 50 Personen betroffen sind. Im Kinderzentrum Maulbronn wird ihm und seiner Mutter geholfen – unter anderem von Brigitte Genswürger (re.), die den Schulkindergarten mit Frühförderstelle im Kinderzentrum Maulbronn leitet. Auch Geschäftsführer Professor Dr. Rainer Blank schaut bei seinem Rundgang vorbei. Foto: Deeg
Maulbronn. Längere Wartezeiten für die jungen Patienten und Überstunden für die Angestellten: Die Brandschutz- und Feuchtigkeitsproblematik im Altbau, dem Herzstück des Kinderzentrums Maulbronn, bleibt im Alltag nicht folgenlos. Doch der leitende Arzt und Geschäftsführer Professor Dr. Rainer Blank stellt klar, dass die Kinder und Familien nach wie vor bestens versorgt würden. „Bei akuten Notfällen finden wir auch sehr zeitnahe Termine“, betont Blank, dass nicht jeder Patient über Wochen oder Monate auf seinen ersten Besuch in der hoch spezialisierten Einrichtung warten muss. Vor allem bei Kleinkindern, die beispielsweise mit Epilepsie zu kämpfen haben, wird notfallmäßig reagiert. „Kinder entwickeln sich weiter, da wäre ein halbes Jahr Wartezeit sehr lang“, weiß der Mediziner. Zumal die Krankheit nicht nur das Kind, sondern die ganze Familie betrifft. Trotzdem müsse man in vielen Fällen abwägen, so Blank. Wer flexibel ist, kann sich auch auf die Springerliste setzen lassen und wird dann drangenommen, wenn eine andere Familie absagt. Im Mittel müsse man im Moment mit drei Monaten Wartezeit rechnen. „Das heißt: Manche warten kürzer, andere länger.“ Das gelte sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, wie der leitende Arzt und Geschäftsführer berichtet.
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