Ärger über Müll im Glattbach
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Mühlacker-Grossglattbach (bbk). Michael Fleig und Marion Eppler aus Großglattbach stinkt es im wahrsten Wortsinn gewaltig: Zum wiederholten Male hat Glattbach, der hinter ihrem Haus verläuft, nach den Regenfällen der vergangenen Tage unterschiedlichste Gegenstände des täglichen Bedarfs angespült. „Ob Plastikfolien, Damenbinden, Feuchttücher oder Kondome – wir kriegen hier alles ab“, meint das Paar verärgert. „Es ist bestimmt schon das vierte oder fünfte Mal, dass wir eine derart stinkende Kloake direkt vor unserem Garten haben.“ Mehrfach habe Fleig sich an die Mühlacker Stadtverwaltung gewandt, und auch bei der Bürgerversammlung in Großglattbach habe er seine Meinung zum seiner Ansicht nach deutlich überlasteten örtlichen Kanalnetz kundgetan. „Die Reaktion ist eher verhalten“, sagt der Großglattbacher enttäuscht.
Müll am Ufer. Foto: bbk
„Der Bach fließt auch am Grillplatz bei der Auwiesenhütte vorbei, die ein beliebtes Ausflugsziel für Familien ist“, verdeutlicht er. „Da nach starken Regenfällen neben allerhand Unrat auch Fäkalien im Wasser schwimmen, ist das für am Bach spielende Kinder eine potenzielle Gesundheitsgefahr.“ Fleig und Eppler sehen jedoch nicht nur die Kommune in der Pflicht: „Wir möchten auch an die Bürger appellieren, ihre Hygieneartikel nicht in der Toilette zu entsorgen“, betonen die beiden. Zudem hoffen sie, auch bei der Stadtverwaltung Gehör zu finden: „Wir befürchten, dass durch die zunehmende Versiegelung der Landschaft und immer neue Baugebiete, die in der Umgebung an das Kanalnetz angebunden werden, bald das Maß voll ist.“
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