Abwärtstrend setzt sich fort
Enzkreis
Die Ergebnisse der „Stunde der Wintervögel“ liegen vor. NABU-Experte Dr. Stefan Bosch ist besorgt über die weiter zurückgehende Zahl erfasster Individuen. Im Enzkreis liegt die Kohlmeise auf Platz eins und hat damit den langjährigen Spitzenreiter Haussperling überflügelt.
Platz eins im Enzkreis: die Kohlmeise. Eigenarten: mit rund 13,5 bis 15 Zentimetern die größte Meisenart Europas, ganzjährig zu beobachten, oft Gast am Futterhaus, brütet eigentlich in Baumhöhlen, nutzt aber in Siedlungsgegenden häufig Nistkästen, Männchen singen „zi zi bäh“. Fotos: Bosch; Steckbriefe: NABU
Enzkreis. Schäfchen zählen hilft beim Einschlafen. Vögel zählen beflügelt – davon zeugt das große Interesse an der „Stunde der Wintervögel“. Wie vom Mühlacker Tagblatt berichtet, hatte der Naturschutzbund NABU mit seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) bundesweit Menschen dazu ermutigt, zwischen dem 9. und 11. Januar die gefiederten Gäste in ihren Gärten zu zählen. Mehr als 145000 Teilnehmende in 100000 Gärten und Parks notierten quer durch die Republik über 3,27 Millionen Vögel. In Baden-Württemberg wurden mehr als hundert verschiedene Arten festgestellt. Doch so imposant diese Zahlen auch klingen und so erfreulich die drittbeste Beteiligung in der Geschichte der Zählungen ist: Unter dem Strich steht auch die Erkenntnis, dass der Abwärtstrend bei den erfassten Vögeln weitergeht. In den Gärten herrscht ein stetig geringer werdender Flugbetrieb.
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