Absinth und Pinzette

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Ladendiebin tritt Kaufhausdetektiv und verletzt Passantin

Pforzheim (weg). Die Angeklagte wird in Handschellen von vier Justizbeamten in den Saal 312 des Pforzheimer Amtsgerichts gebracht, und das nicht ohne Grund. Die Frau gilt als rabiat. Sie sei aufgeregt, ihr sei schlecht, und überhaupt sei alles „zum Kotzen“, ließ sie sinngemäß schon vor Beginn der Verhandlung verlauten, weshalb sie vorsorglich ein Handtuch überreicht bekam. Das Textil erwies sich als unnötig, Richterin Stephane Ambs verbreitete magenfreundliche Gelassenheit.

So konnten nach und nach die Taten aufgelistet werden, die der Frau zur Last gelegt werden: Am 29. April 2014, gegen 18 Uhr, hatte die Angeklagte in einer Drogerie Parfüm und eine Pinzette gestohlen. Bei der Festnahme fanden die Beamten in ihrer Hosentasche zwei Klappmesser, eines davon geöffnet. Am 13. August hatte es die Ladendiebin in einem Kaufhaus auf eine Flasche Absinth, Orangensaft und erneut eine Pinzette abgesehen. Dem herbeigeeilten Kaufhausdetektiv trat sie gegen das Schienbein – und wieder hatte sie ein gebrauchsbereites Messer bei sich. Am 24. März soll die Angeklagte eine Frau im Pforzheimer Benckiserpark als „blöde, fette Kuh“ beleidigt und mit dem Messer so herumgefuchtelt haben, dass sie die Frau erheblich an der Hand verletzte.

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