Ab in die Unterwelt

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Ab in die Unterwelt

Ab in die Unterwelt

Pforzheim (pm). In diesem Jahr wäre Jacques Offenbach 200 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt die Marionettenbühne Mottenkäfig nochmals sein Werk „Orpheus in der Unterwelt“ live auf der Bühne im Figurentheater in Brötzingen. Orpheus, der begnadete Sänger, kam nicht nur bei den Menschen gut an, sondern bewegte sogar Tiere, Bäume und Felsen. Als seine Gattin Eurydike, von einer Schlange gebissen, dem Totenreich anheimfällt, überwindet Orpheus die Schwelle zum Jenseits und holt sie zurück. Doch leider hat er sich auf dem Rückweg zu früh nach Eurydike umgeschaut. So lieferte das tragische Geschick des griechischen Sängers einen wunderbaren Stoff für das Musiktheater. In diesen ersten Werken gab es kein Happy End. Das sollte anders werden, als Jacques Offenbach den Stoff in die Hand nahm und daraus eine Operette machte. So wenig respektvoll er im 19. Jahrhundert damit umging, so eigenwillig bearbeitete Peter Hacks im 20. Jahrhundert den alten Mythos vom göttlichen Sänger und machte daraus eine witzig-freche Travestie. In der vom Land Baden-Württemberg mit dem Staatspreis Lamathea ausgezeichneten Inszenierung des Mottenkäfigs sind ausgewählte Musiknummern zu hören, die live gesungen werden zu einer Einspielung einer siebenköpfigen Instrumentalgruppe. Für die Aufführungen heute um 20 Uhr und am Sonntag, 24. November, um 15 Uhr gibt es noch Karten unter www.mottenkaefig.de und bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

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