A8-Ausbau wird erneut zum Politikum
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Kostensteigerung von 150 auf 340 Millionen Euro verzögert laut Regierungspräsidium Karlsruhe die Ausschreibung. Bund und Land müssen sich nochmals über die Finanzierung abstimmen. Abgeordnete aus der Region reagieren überrascht und verärgert.
Pforzheim/Enzkreis. Dem sechsspurigen Ausbau der A8 im Enztal bei Niefern drohen – passend zur Verkehrssituation auf dem 4,8 Kilometer langen Nadelöhr – weitere Staus und Stockungen. Nach diversen Verzögerungen in der Planungsphase musste das Regierungspräsidium Karlsruhe jetzt eine erneute Hiobsbotschaft verkünden: Wegen einer massiven Verteuerung des Projekts braucht es eine erneute politische Abstimmungsrunde.
Stau bei Pforzheim-Ost nach einem Auffahrunfall von zwei Lkws. Das 4,8 Kilometer lange Teilstück mit zwei Spuren ist bei Auto- und Brummifahrern als Nadelöhr bekannt und berüchtigt.Archivfoto: sdmg
Statt der ursprünglich veranschlagten 150 Millionen Euro gehen die Planer inzwischen von 340 Millionen Euro aus – eine Steigerung um den Faktor 2,3 oder annähernd 130 Prozent. Begründet wird das von der Karlsruher Behörde mit den „äußerst komplexen Zusammenhängen der einzelnen Bauphasen im engsten bebauten Umfeld“, und verantwortlich für die Kostenexplosion seien vor allem die Leistungen im Ingenieurbau, im Erdbau einschließlich Wasserschutz und für die provisorischen Verkehrsführungen während der Bauzeit. „Als sich die damaligen politischen Entscheidungsträger vor knapp zwei Jahrzehnten gegen eine sinnvolle große Brückenlösung über das Enztal entschieden haben, waren die Kosten das schlagende Argument dagegen“, kommentierte der FDP-Landtagsabgeordnete Professor Dr. Erik Schweickert, der als Nieferner und Fraktionschef im Gemeinderat besonders nah dran ist am Thema, die jüngste Entwicklung. „Jetzt wird der Ausbau der A8 nach den neusten Kostenschätzungen mit 340 Millionen deutlich teurer als die damalige große Brückenlösung.“
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