90 Minuten mit dem Starautor

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Peter Stamm gewährt am THG spannende Einblicke in seine Arbeit, das zentrale Geheimnis der Abi-Pflichtlektüre lüftet er jedoch nicht

Beim Auftritt in der Aula des Mühlacker Theodor-Heuss-Gymnasiums entpuppt sich ein Superheld des Literaturbetriebs als bescheidener Autor, der eigentlich keine Erklärung dafür hat, warum gerade eines seiner Bücher zum Sternchenthema des Deutschabiturs wurde.

Autor Peter Stamm steht Schülern des THG Rede und Antwort. Dabei liegt ihm die Rolle des Superhelden fern, auch wenn die auffällige Tasse einen anderen Eindruck vermitteln könnte.

Autor Peter Stamm steht Schülern des THG Rede und Antwort. Dabei liegt ihm die Rolle des Superhelden fern, auch wenn die auffällige Tasse einen anderen Eindruck vermitteln könnte. Foto: Disselhoff

Mühlacker. Was haben Georg Büchner und Max Frisch gemeinsam? Beide Autoren sind berühmt und tot. Peter Stamm hingegen lebt, was etwa 200 Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Mühlacker eine einmalige Chance bot. Während angehende Abiturienten die Rätsel der Werke Schillers, Kleists oder Hölderlins für gewöhnlich nur mit Hilfe staubtrockener Sekundärliteratur und mehr oder weniger kompetenter Deutschlehrer enträtseln müssen, können sie bei der Lektüre von „Agnes“ sozusagen auf Erste Hilfe des Autors hoffen – vorausgesetzt, er beehrt ihre Schule. Im Falle des THG hatte Deutschlehrerin Isabelle Walz ihre Beziehungen spielen lassen, und die junge Mutter ließ es sich trotz Elternzeit nicht nehmen, die Veranstaltung zu moderieren.

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