„20 Masken von minderer Qualität“

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Die Zahnärzte, sagt Dr. Jens Hanf, fühlen sich von der Politik ein Stück weit alleingelassen. Praxen leiden unter steigenden Kosten und gesunkenen Behandlungszahlen. Preise für Hygienemittel seien extrem gestiegen, die Patienten nach wie vor verunsichert.

Illingen. Ein perfektes Krisenmanagement in Corona-Zeiten? Derlei Lobeshymnen auf die Regierenden hält Dr. Jens Hanf zumindest für übertrieben und was seinen Berufsstand betrifft sogar fehl am Platz. Als Chef einer Zahnarztpraxis mit zwei Kollegen und 25 Beschäftigten fällt seine Bilanz aus der bisherigen Bewältigung der Pandemie mehr als zwiespältig aus.

„20 Masken von minderer Qualität“

Dr. Jens Hanf in seiner Praxis in Illingen: Beim Zahnarzt gehören strenge Hygienemaßnahmen zum Standard, dennoch sind viele Patienten verunsichert – und ein Grund sei die Politik.

Über die nackten Fallzahlen hinaus, die sich im internationalen Vergleich auf überschaubarem Niveau bewegen, sorgen diverse Begleiterscheinungen der Pandemie dafür, dass der 54-Jährige und sein Berufsstand die Leistung der Politik kritisch bewerten. „Als Zahnärzte fühlen wir uns ein Stück weit alleingelassen“, bemängelt Hanf – auch bekannt als früherer FDP-Fraktionschef im Gemeinderat seiner Heimatstadt Mühlacker –, der von steigenden Kosten und verunsicherten Patienten berichtet. Verantwortlich für diesen Zustand seien nicht zuletzt Entscheidungen beziehungsweise Versäumnisse in Berlin.

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