18 Prozent verdienen im Job zu wenig

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Enzkreis (pm). Aktuell arbeiten im Enzkreis 18 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Niedriglohnsektor, rund 8300 Menschen erzielen trotz voller Stundenzahl ein Einkommen unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 2350 Euro brutto im Monat (Wert für Westdeutschland). Darauf hat in einer Mitteilung die IG Bau hingewiesen. Die Zahlen gehen nach Angaben der Gewerkschaft aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.

„Dass selbst eine Vollzeitstelle häufig nicht ausreicht, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein, ist alarmierend“, sagt Wolfgang Kreis, Bezirksvorsitzender der IG Bau Nordbaden. In der Region zählten unter anderem die Landwirtschaft, die Gebäudereinigung und die Floristik zu den Branchen, in denen besonders wenig gezahlt werde. Grund dafür sei auch die schwindende Tarifbindung. „Je mehr Firmen aus Tarifverträgen aussteigen, desto schlechtere Karten haben die Beschäftigten. Es droht eine immer tiefere Spaltung des Arbeitsmarktes“, warnt Kreis. Diese werde durch die Corona-Pandemie teils verschärft. Beschäftigte im Handwerk könnten nur selten Homeoffice machen. Wegen hoher Mieten in den Städten müssten sie zudem oft weite Pendelwege in Kauf nehmen.

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