Weitere Film-Begeisterte gesucht

Mühlacker

Die Macher des Projekts „Die Reise“ hoffen auf noch mehr Mitstreiter und einen Drehort zum Mieten.

Ausschnitt des Filmplakats. Foto: privat

Ausschnitt des Filmplakats. Foto: privat

Mühlacker-Lienzingen. Unter Zeitdruck lassen sich die Filmemacher nicht setzen, die seit etwa eineinhalb Jahren am Historiendrama „Die Reise“ arbeiten und in ihren Plänen von der Pandemie stark eingeschränkt wurden. Qualität, historische Authentizität und der Spaß an der Sache sollen im Vordergrund stehen. Die Macher des Projekts aus dem Lienzinger Bierkeller- und Kulturverein haben, wie berichtet, bereits umfangreiche Vorarbeiten unter anderem im Bereich der Technik geleistet. Nun wollen sie auch beim Drehen „richtig durchstarten“, wie es in einer Mitteilung heißt. Obwohl bereits etwa 100 Mitwirkende im Boot seien, würden weitere Aktive benötigt.

„Wir brauchen noch dringend Mitmacher im Bereich Kamera, Tontechnik, Beleuchtung, Kulissenbauer, Schnitt, Colorgrading, Sounddesign, Helfer für Auf- und Abbau, Schauspieler und Statisten, Assistenten für Regie und den Technikbereich und liebe Menschen, die Kostüme nähen können“, lautet der Appell Roland Straubs, bei dem die Fäden des Filmprojekts zusammenlaufen. „Bei uns ist jeder willkommen, wichtig sind Begeisterung und Freude für unser Projekt“, sagt er. In den technischen Bereichen wären Vorkenntnisse wunderbar, „oder aber die Bereitschaft, sich einzuarbeiten und weiterzubilden“.

Außerdem ganz wichtig: „Wir suchen dringend im Großraum Mühlacker ein Haus, eine Scheune, eine Fabrik oder ein ähnliches Objekt, das wir für eine gewisse Zeit mieten können“, hofft Straub auf Angebote. Schließlich benötige der Verein nicht nur Platz, um Utensilien lagern zu können, sondern auch für den Dreh von Innenszenen.

Alle Mühen sollen sich am Ende auszahlen. Das Ziel ist, den Film – ein Bürgerprojekt, hervorgegangen aus den Zukunftswerkstätten der Stadt Mühlacker – im Kino Scala in Mühlacker aufzuführen. „Wir rechnen mit noch circa zwei Jahren“, blickt Roland Straub voraus.

Weit zurückblicken werden die Zuschauer, denn das Drama setzt 1697 ein und schildert Krieg, Drangsal, Flucht und Wiederkehr in die Heimat. Eingefangen wird das Schicksal eines jungen Ehepaares, das Lienzingen verlassen muss und Schreckliches erlebt. Zuflucht finden die beiden im Odenwald. Dort wird eine Tochter geboren, mit der die inzwischen verwitwete Mutter 1716 die lange, beschwerliche Heimreise antritt. Das Dorf wird nicht mehr dasselbe sein, das sie einst verlassen hat. pm/cb

Wer mitmachen oder ein Objekt zur Miete anbieten möchte, meldet sich bei Roland Straub unter Telefon 07041/5521 oder per E-Mail: rolandstraub@gmx.de.

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