Schichtarbeit fördert Schätze ans Tageslicht
Mühlacker
Ein mit Brandschutt verfüllter Keller des ausgehenden Spätmittelalters verrät Details über die Geschichte des Ortes Dürrmenz und seiner Bewohner. Die Archäologin Linda Obhof hat über eine Grabung an der Hofstraße ihre Masterarbeit geschrieben und die Resultate vorgestellt.
Im Dürrmenzer Untergrund schlummerten und schlummern Schätze. Einige davon wurden bei Grabungen in einem Keller auf der Parzelle Hofstraße 17 entdeckt. Eine zwar schwer beschädigte, aber dennoch als Darstellung von Samson und Delila erkennbare Ofenkachel, land- und hauswirtschaftliche Geräte sind zum Vorschein gekommen. Fotos: Becker
Mühlacker. Martin Veittner junior und senior, Peter Hiltwein, Arnold Knodel und Heinrich Holtzwart hätten als Augenzeugen des Geschehens ausführlich erläutern können, welche Katastrophe sich in Dürrmenz ereignet hat. Ein Flammeninferno muss Teile des Ortskerns so stark zerstört haben, dass sie ihr Leben wohl in ein Davor und ein Danach gegliedert haben dürften, was sich in der Bebauung widerspiegelte. Ein epochales Ereignis für den Ort und seine Bewohner und doch für die Menschen von heute im Dunkel der Geschichte verschwunden. Ausgrabungsarbeiten, die zwischen 2010 und 2012 im Bereich Hofstraße 17 stattgefunden haben und vor allem die Analyse der Fundstücke durch die Archäologin Linda Obhof von der Eberhard Karls Universität Tübingen werfen jetzt ein Licht auf die Hintergründe. Obhofs Masterarbeit, die sie am Dienstagabend vor gut 20 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern in der Historischen Kelter in Mühlacker vorstellte, ermöglicht Einblicke in gleich mehrere Jahrhunderte Dürrmenzer Historie.
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