Dürrmenzer Störche erobern die Welt

Mühlacker

Das im Mai beringte Trio, geschlüpft im Horst auf dem Mobilfunkmast auf dem Gelände des Bauhofs, ist in den Süden abgereist und legt weite Strecken zurück. Äußerst bemerkenswert ist in den Augen des Experten Dr. Stefan Bosch, dass ein Jungtier die Ostroute wählt.

Über die App „Animal Tracker“ lässt sich nachvollziehen, wo sich die Senderstörche befinden. Storch „Toni“ hat sich für die östliche Route entschieden. Foto: Bosch

Über die App „Animal Tracker“ lässt sich nachvollziehen, wo sich die Senderstörche befinden. Storch „Toni“ hat sich für die östliche Route entschieden. Foto: Bosch

Mühlacker. Nach Ceuta blickt derzeit die Welt – per Fernseher oder Internet. Ein echtes Mühlacker Kind hat die in Afrika gelegene spanische Exklave gerade erst mit eigenen Augen gesehen: Storch „Dürrmi“ hat auf seiner Route gen Süden die Region passiert. Die beiden Geschwisterkinder, die im Frühjahr auf dem Gelände des Bauhofs in Dürrmenz geschlüpft sind, legen ebenfalls weite Strecken zurück. Dass Laien und Experten ihrer Spur folgen können, ist dem NABU-Weißstorchbeauftragten Dr. Stefan Bosch zu verdanken. Er hat die drei Jungtiere im Mai nicht nur beringt, sondern ihnen auch Beinsender angebracht. Über eine spezielle App lassen sich die Sendesignale verfolgen – und verraten auch für den Fachmann erstaunliche Details.

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