Talaue rückt ins Rampenlicht

Maulbronn

Talaue rückt ins Rampenlicht

Maulbronn (md). Der Bereich zwischen dem Maulbronner Kloster und dem ehemaligen MWK-Areal, die sogenannte Talaue, soll umgestaltet werden. Das ist ein Wunsch, der im Rahmen der Zukunftswerkstätten, mit denen die Kommunalverwaltung die Bürgerinnen und Bürger bei der Stadtentwicklung auf Bitten des Gemeinderats mit einbezogen hat, formuliert worden war. Unter anderem soll die Aufenthaltsqualität in der Talaue gesteigert, die Salzach besser erlebbar gemacht und Wegverbindungen optimiert werden. Was alles denkbar ist, darüber sollen sich Planungsbüros den Kopf zerbrechen. Im Gemeinderat hat Stadtbauamtsleiter Timo Steinhilper über den Stand des Verfahrens berichtet. In der Sache wird es eine europaweite Ausschreibung geben. Die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH begleitet den Prozess. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Anfang Januar des nächsten Jahres die Ausschreibung des Wettbewerbs im EU-Amtsblatt erscheinen, im Juli wäre dann voraussichtlich die Jury am Zug, die über die besten Planungsentwürfe entscheidet. Die Umgestaltung der Talaue, wo sich aktuell ein kleines Kinderspielareal und vor allem eine große Parkfläche und Wiese sowie Kleingärten befinden, könne im Idealfall im Frühjahr 2023 beginnen, skizzierte Steinhilper den Zeitplan und Details zum Verfahren wie etwa die Zusammensetzung der Jury und Vorbedingungen, die von verschiedenen Behörden mit Blick auf die Umgestaltung der Fläche formuliert wurden. In diesem Zusammenhang übte Bürgermeister Andreas Felchle Kritik am Landesamt für Denkmalpflege, das bei den Vorgaben den Bogen aus seiner Sicht überspannt. „Ich habe dem Präsidenten geschrieben, dass man alles übertreiben kann.“ Nicht nur in Sachen Talaue merkte der Rathauschef an: „Ich warne davor, dass hier am Ende wegen des Klosters die Käseglocke über Maulbronn gestülpt wird.“ So werde am Ende jedwede Stadtentwicklung unmöglich gemacht. „Ich bin da inzwischen auf 150“, sagte Felchle. „Wir müssen aufpassen, dass da eine neue Generation von denkmalpflegerischen Spezialisten nicht zu denkmalpflegerisch unterwegs ist.“ Foto: Fotomoment

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