Poesie in alten Mauern
Maulbronn
Ein neues Format verbindet den Rundgang durch das Kloster Maulbronn mit Gedichten und Texten ehemaliger Seminaristen und befreundeter Literaten. Hermann Hesse, Friedrich Hölderlin und andere Schriftsteller und Dichter kommen an passend gewählten Orten zu Wort.
Vor dem Kräutergarten rezitiert Melanie Kalcher (li.) aus „Stunden im Garten“. Foto: Müller
Maulbronn. Das im 12. Jahrhundert gegründete Weltkulturerbe Kloster Maulbronn war ein Ort der Strenge und der Disziplin. Das galt besonders für die Klosterschule. Viele Persönlichkeiten der deutschen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, darunter Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse, erhielten hier ihre Ausbildung. Um dem harten Schulalltag etwas entgegenzusetzen, flüchteten viele Seminaristen in die Poesie. Bei einem literarischen Rundgang durch die Klosteranlage wurden jetzt Gedichte und Texte ehemaliger Klosterschüler und befreundeter Literaten von Melanie Kalcher unterhaltsam vorgetragen. Dabei konnte die Klosterführerin ihre Erfahrungen in verschiedenen Laientheatergruppen einbringen, was sich durch eine akzentuierte und gestenreiche Sprache bemerkbar machte. Der literarische Spaziergang stand unter der Überschrift „Und allem Weh zum Trotze bleib ich verliebt in die verrückte Welt“, einem Satz von Hermann Hesse.
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