Hohe Strafe für falsche Corona-Impfnachweise

Maulbronn

Mann kauft auf Demo „für den Fall der Fälle“ gefälschte Impfpässe und fliegt mit ihnen in der Apotheke auf.

Maulbronn. „Ich war alleine auf einer Demo. Dort wurden mir drei Impfnachweise für 250 Euro angeboten. Ich habe sie spontan erworben“, hat ein 36-Jähriger aus dem Enzkreis vor dem Amtsgericht Maulbronn gestanden. Mit den erworbenen Falsifikaten sei er aber eine lange Zeit lang nicht in die Apotheke zwecks Ausstellung eines digitalen Nachweises gegangen. Er habe die gefälschten Impfnachweise „nur für den Fall, dass die Impfpflicht kommt“ erworben. Er habe auch nicht damit gerechnet, dass das Vorzeigen eines gefälschten Impfpasses in einer Apotheke strafbar sein könnte, da eine Apotheke keine Behörde sei. Keineswegs habe er bewusst Straftaten begehen wollen, beteuerte der Angeklagte. Eines Tages, als er den Geldbeutel seiner Ehefrau auf dem Küchentisch habe liegen sehen, habe er sich dann aber doch spontan entschlossen, mit den Impfpässen in die Apotheke zu gehen. „Ich mach es jetzt einfach“, habe er sich gedacht und ohne Wissen der Frau und des Sohnes deren Ausweise mit den drei gefälschten Impfnachweisen in der Apotheke vorgelegt. Die Ehefrau erklärte in der Verhandlung: „Ich habe nicht gewusst, dass er meinen Ausweis nahm.“

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