Deponie: Kreistag hat noch keinen Beschluss gefällt

Maulbronn

Kritik aus dem Gremium an der Informationspolitik der Verwaltung

Maulbronn/Enzkreis. Die geplante Erweiterung der Maulbronner Deponie Hamberg um einen sechsten Abschnitt, über die unsere Zeitung am Donnerstag berichtete, ist noch nicht formell vom Kreistag beschlossen. Das sagt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Hans Vester. Es gebe nur einen „indirekten Beschluss“, so Vester, der auf eine Entscheidung vom November 2018 verweist. Da habe man beschlossen, den fünften Abschnitt der Deponie nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu verfüllen, „also so, dass es sich rechnet“. Allerdings nur dann, wenn ein sechster Abschnitt gebaut werden könne. Vester erinnert im Zusammenhang mit dem Beschluss daran, dass sich die Deponie nur dann trage, wenn jährlich 50000 Tonnen Abfall eingebaut würden. Im Umkehrschluss heißt das: Man könnte auch weniger einbauen. Die Folge: Abschnitt fünf wäre zwar nicht so schnell voll, aber der Betrieb würde sich laut Vester nicht mehr tragen. Dies hatten auch die beiden Chefs der Hamberg Deponie-Gesellschaft (HDG) bei Bekanntgabe des Erweiterungsplans am Donnerstag betont. Vester: „Hätte man weniger Abfall eingebaut, wären die Müllgebühren gestiegen.“ Man habe mit der wirtschaftlichen Verfüllung die Müllgebühren subventioniert.

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