Motor abstellen
Leserbriefe
Beim Nachdenken über den Klimaschutz fallen uns in der Regel Anforderungen ein, die unser Leben so auf den Kopf stellen würden, dass wir lieber kein zweites Mal darüber nachdenken: Etwa statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zum Bäcker fahren, den Fleischkonsum reduzieren, oder gar das Vorweihnachts-Shopping-Wochenende in New York zu canceln. Hier und jetzt habe ich einen äußert einfachen Vorschlag, wie man zur Klimarettung beitragen kann, gleichzeitig Geld sparen, und noch die Nachbarn erfreuen: Motor ausstellen. Es scheint wenig, aber wenn alle es machen, ist es plötzlich viel... Motor ausstellen, wenn ich beim Metzger Vesperstulle kaufen gehe. Wenn ich meine gebrechliche Mutter zum Einkaufen abhole, und ihr erst noch helfen muss, sich fertig zu machen. Wenn meine Frau in der Paketschlange in der Post ansteht, geht es vielleicht doch schneller, wenn mein Motor läuft? Wenn wir dringend los müssen, und die Frau pusselt immer noch im Haus herum – selbst da hilft die Magie des Motors nicht, auch wenn mancher Mann das kaum glauben mag. Der Handwerker, der „ganz kurz“, an der Baustelle irgendetwas erledigen muss, und deshalb seinen Sprinter dieselnd auf der Straße stehen lässt. Scheiben kratzen mit laufendem Motor (ist verboten, Sie erinnern sich?). Und glauben Sie ernsthaft, ich hätte mir irgendeines dieser Beispiele ausgedacht?
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