Wie sich der Schriftsteller Christoph Peters um ein Haar zu Tode gesoffen hätte
Kultur
In einem betörenden Sprachrausch erzählt Christoph Peters in seinem Roman „Entzug“ von der Hölle der Alkoholsucht und dem Glück des Überlebens.
Mittlerweile passionierter Teetrinker: Christoph Peters
(Foto: Peter von Felbert)
Vielleicht liegt es daran, dass wir in kranken Zeiten leben, jedenfalls handeln in den letzten Jahre eine Reihe bedeutender Romane von Krankengeschichten. Wobei man natürlich fragen könnte, ob sich Literatur überhaupt nicht eher an dem Hinfälligen als an dem drall Gesunden und Propren entzündet. Doch um einer schnell ins Uferlose geratenden Romantisierung des Leidens gleich entgegenzutreten, sei vorangeschickt, dass die Bücher, die man hier im Auge haben könnte, mit der abgehalfterten Gleichung von Genie und Wahnsinn allenfalls insofern zu tun haben, als in ihnen selbst noch die vernichtende Demaskierung beliebter Kreationsmythen zum Werk gerinnt. Oder in den Worten des Ich-Erzählers namens Christoph Peters in Christoph Peters’ neuem Roman „Entzug“: „Ich habe einen Beruf, für dessen Ausübung jede Erfahrung in Material verwandelt werden kann.“
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