Wie schlechte Kinderbücher junge Leser für immer vergraulen
Kultur
Promis fühlen sich dazu berufen, Kinderbücher zu schreiben. Dabei geht es viel um Moral – und wenig um die Bedürfnisse der Kleinen. Was macht ein Kinderbuch zum guten Buch?
Viele Kinderbücher gehen zielstrebig an den Interessen von Kindern vorbei.
(Foto: Ihor)
Schon die ersten Sätze irritieren: „1886 – 10 Jahre. Mit meiner Familie wohne ich in Dresden.“ Für einen Roman gäbe es sicher spannendere Einstiege, aber hat ein Kind von acht Jahren eine Vorstellung, was 1886 bedeutet? Auch die nächsten Sätze machen nicht wirklich Lust, weiterzulesen: „Mein Vater Carl Woldemar arbeitet für die Berlin-Dresdner Eisenbahn. Meine Mutter Mathilde liest gerne und liebt Theater, Musik und Malerei.“ Unterhaltsame Kinderlektüre klingt anders.
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