Wie der Maler zur Marke wurde

Kultur

Dass heute jeder den Namen Rembrandt kennt, könnte der Maler ganz bewusst kalkuliert haben. Wie hat er das gemacht? Eine sehenswerte Ausstellung gibt Aufschluss.

Mitten im Leben: Rembrandts „Bildnis eines federschneidenden Mannes“ und „Bildnis einer jungen Frau“, die gerade aufzustehen scheint, beide 1632.

Mitten im Leben: Rembrandts „Bildnis eines federschneidenden Mannes“ und „Bildnis einer jungen Frau“, die gerade aufzustehen scheint, beide 1632.

(Foto: Hessen Kassel Heritage) und Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien)

Kann denn nicht mal einer das Licht anmachen? Man sieht ja nur die Hälfte von dem Gesicht dieses jungen Mannes, während eine Backe im Schatten verschwindet. Dabei wüsste man zu gern, wie dieser talentierte Kerl im Detail aussah. Aber nein, als sich Rembrandt als junger Mann selbst porträtierte, erprobte er eine Strategie, die schließlich zu einem Markenzeichen wurde. Statt die Motive ordentlich und gleichmäßig auszuleuchten, inszenierte er lieber dramatische Hell-dunkel-Schauspiele. Und deshalb sieht man auf seinem berühmten Selbstbildnis von 1628 eben nur einen halben Rembrandt.

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