„Sanditz“ von Lukas Rietzschel – Welttheater in der Kohlegrube
Kultur
In seinem Roman „Sanditz“ gräbt sich Lukas Rietzschel durch die Schichten der Zeit. In einer Art epischem Tagebau bringt er ans Licht, aus was wir gemacht sind.
Mensch und Maschine im Braunkohlerevier der Lausitz
(Foto: Imago/Margit Brettmann)
Der Tagebau hat sich immer weiter ins Land gefressen und irgendwann auch das Dorf erreicht, in dem die Leute gelebt haben, die man in dem neuen Roman „Sanditz“ von Lukas Rietzschel kennenlernt. Und bevor man nun das Bild zusammenzusetzen versucht, das dieser außerordentliche Roman aus verschiedenen Zeitschichten entwickelt, verweilt man am besten noch für einen Moment an der Abbruchkante. Der Blick weitet sich über monströse Maschinen, so groß, „als hätten die Franzosen ihren Eiffelturm zerlegt und in der Kohlegrube entsorgt. “ Ihr titanisches Zerstörungswerk verschlingt den Lebensgrund der Menschen, um an den Rohstoff zu gelangen, der ihre Ökonomie befeuert.
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