Qualen der Euridice

Kultur

Jörg Halubek und Il Gusto Barocco haben mit Werken aus Renaissance und Frühbarock den Orpheus-Mythos eindrucksvoll von einer anderen Seite beleuchtet.

Jörg Halubek leitete das Ensemble il gusto barocco im Stuttgarter Mozartsaal.

Jörg Halubek leitete das Ensemble il gusto barocco im Stuttgarter Mozartsaal.

(Foto: www.marcoborggreve.com)

Wer einen Eindruck davon gewinnen möchte, welch Veränderung des Lebensgefühls die Renaissance mit sich brachte, der betrachte das Gemälde, das die Komponistin Barbara Strozzi zeigt. Das üppige Kleid der versonnen blickenden Venezianerin mit dem weit ausgeschnittenen Dekolleté kündet von Status und Wohlstand und idealisiert gleichzeitig Weiblichkeit: Diese Frau hat Gefühle. Und sie darf sie ausdrücken. Wie eindrücklich Strozzi dies in ihrer Musik vermochte, konnte man nun bei einem Konzert des Ensembles Il Gusto Barocco unter der Leitung von Jörg Halubek im Mozartsaal erleben. „Euridice – Die Stimme der Muse“ war der Abend betitelt, der mit Werken aus Renaissance und Frühbarock den Orpheus-Mythos aus der Sicht Euridikes beleuchtete.

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