Nach Rücktritt von Jury: Biennale-Chef unter Druck

Kultur

Die Ausstellung in der Lagunenstadt kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus. Jetzt nimmt die rechte Regierung in Rom den von ihr ernannten Präsidenten Pietrangelo Buttafuoco ins Visier.

Der russische Pavillon auf dem Biennale-Gelände stammt noch aus Zarenzeiten. (Archivbild)

Der russische Pavillon auf dem Biennale-Gelände stammt noch aus Zarenzeiten. (Archivbild)

(Foto: Felix Hörhager/dpa)

Venedig - Kurz vor Beginn der Kunstbiennale in Venedig gerät nach dem Rücktritt der gesamten Jury nun auch der Leiter Pietrangelo Buttafuoco zunehmend in die Kritik. Italiens Kulturminister Alessandro Giuli warf dem Biennale-Präsidenten vor, mit der Wiederzulassung von Russland zu der sechsmonatigen Ausstellung Neben-Außenpolitik betreiben zu wollen und damit gescheitert zu sein. "Er ist Opfer einer pazifistischen Fantasie geworden", sagte Giuli der Zeitung "La Repubblica" (Sonntag). Inzwischen wird auch über eine baldige Ablösung des Biennale-Chefs spekuliert.

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