Melancholische Ausbrüche: So stark war Voodoo Jürgens im Wizemann

Kultur

Der österreichische Szene-Popstar Voodoo Jürgens hat am Freitag mit seiner Band Ansa Panier in Stuttgart gespielt. Kritik, Fotos und Setlist von einem spannenden Konzert im Wizemann.

Eindringlich: Voodoo Jürgens in Stuttgart

Eindringlich: Voodoo Jürgens in Stuttgart

(Foto: Lichtgut/Ferdinando Iannone)

Was muss das Kind gelitten haben: „Im Kindagoatn sans Tyrannen gwesn. / Waunn i eana de Wuaschtsemml ned gem hob, dann homs mi tretn“, singt Voodoo Jürgens bei seiner vorletzten Zugabe im Club des Wizemann. „Tulln“ heißt – wie seine Geburtsstadt – das zum störrischen Rhythmus der Akustikgitarre daherhumpelnde Lied, das Voodoo Jürgens just zu jenem Zeitpunkt kurz vor dem Ende präsentiert, da sich vergleichbar krachledern gebärdende Konkurrenten regelmäßig um musikalische Eskalation bemühen. Und wo der österreichische Liedermacher Ludwig Hirsch einst zur Illustration einschlägiger Abgründe noch einen erfundenen überrollten Osterhasen bemühen musste, genügt Voodoo Jürgens eine mutmaßlich wahre Kindheitserinnerung, um Alltagsgrauen greifbar zu machen.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen