Zu Gast am Tischlein-deck-dich der Lieferdienste
Kultur
Brandheiß: In „Liefern“ folgt Tomer Gardi der Spur jener, die überall in der Welt für einen Hungerlohn das Päckchen der Essenswünsche Privilegierter zu tragen haben.
Unterwegs zwischen Start-up-Boom und Schattenwirtschaft: ein Essenskurier
(Foto: /Seeliger)
Egal wohin man kommt, sie gehören zum Stadtbild: Eilige Radler auf E-Bikes, Motorrädern oder Rollern, beladen mit würfelförmigen Rucksäcken in bunten Farben. Was sie transportieren, wissen nur die, die sie mittels einer App beauftragt haben, weil sie sich selbst den Weg zum Restaurant ihrer Wahl lieber sparen wollen. Im digital vernetzten globalen Dorf gibt es keine Wirtshäuser, aber dafür alle Arten von Lieferdiensten. So sehr die, auf deren Schultern die Genüsse Privilegierterer ausgetragen werden, ein alltäglicher Anblick geworden sind, und so gerne ihre Leistungen in Anspruch genommen werden, sind es nicht selten die gleichen, die in den herablassenden Augen mancher als Problem des Stadtbildes gelten. Zeit für einen Perspektivwechsel und einen Roman wie „Liefern“ von Tomer Gardi.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen