Keine Klöße für den Liebhaber

Kultur

Lola Randl schriebt in ihrem neuen Buch „Der lebende Beweis“ über die vergebliche Suche nach Glück in der Provinz.

Die Schriftstellerin und Filmemacherin Lola Randl hat selbst Reißaus genommen – sie lebt jetzt in dieser alten Autowerkstatt am Rande Roms.

Die Schriftstellerin und Filmemacherin Lola Randl hat selbst Reißaus genommen – sie lebt jetzt in dieser alten Autowerkstatt am Rande Roms.

(Foto: Villa Massimo)

Es stellt sich natürlich die Frage, ob ein Liebhaber, dem man sonntags Klöße serviert, überhaupt noch einer ist. Das dämmert der Erzählerin, während sie denkt: „Ich gehe jetzt nach unten und mache einen Sonntagsbraten. Den Rest des Tages werde ich einfach nur eine gute Mutter, Tochter und Partnerin sein, Klöße kochen und den Liebhaber gleich noch mit einladen.“ Diese skurrile Familienkonstellation hat gut funktioniert, in den autofiktionalen Erzählungen von Lola Randl, wo der Mann, die Kinder, die Mutter und der Liebhaber präsentiert wurden als Vertreter gegenwärtiger Formen des Zusammenlebens. In Randls neuem Roman „Der lebende Beweis“ nun werden sie greller ausgeleuchtet: „Natürlich lade ich den Liebhaber nicht ein. Am Anfang habe ich das ein paarmal versucht, aber es gibt dafür keine Form: Familie mit Liebhaber.“

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