Improvisation ohne Ankündigung
Kultur
Robert Neumann hat in der Meisterpianisten-Reihe von Russ Klassik im Beethovensaal Schubert, Skrjabin und Chopin gespielt.
Der Pianist Robert Neumann
(Foto: arco Borggreve)
Wenn, nach Immanuel Kant, Genie das Talent ist, welches der Kunst die Regel gibt, so kann wenig Zweifel daran bestehen, dass Robert Neumann dies für sich in Anspruch nimmt. Denn schon beim ersten Programmpunkt seines Recitals in der Meisterpianistenreihe von Russ Klassik am vergangen Freitag im Beethovensaal nimmt er eine Tradition wieder auf, die im heutigen Konzertleben fast ausgestorben ist: das Weiterspinnen klassischer Werke und Improvisieren von Übergängen. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war diese Praxis, gerade in Händen unzweifelhafter Genies wie Beethoven und Mozart, durchaus geläufig. Auch Franz Liszt pflegte Kompositionen bei Konzerten al gusto zu erweitern.
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