Himmel, Hölle, Berghain – Rosalía und ihre Popoper-Show in Berlin
Kultur
Zwischen Gottesdienst und antiker Tragödie: Spaniens Superstar Rosalía macht in Berlin deutlich, wie groß Pop denken kann: Setlist und Kritik von der Show in der Uber Arena.
Rosalía (hier beim Konzert im April in Barcelona) ist am Freitag in Berlin aufgetreten.
(Foto: © Live Nation | Christian Bertrand)
Gerade noch hat das Kammerorchester mit betörend-furiosen harmonischen Läufen Vivaldi nachgeeifert. Gerade noch hat eine Art Opernchor grollend auf Deutsch seinen Katechismus aufgesagt („Seine Angst ist meine Angst/ Seine Wut ist meine Wut/Seine Liebe ist meine Liebe/Sein Blut ist mein Blut“). Gerade noch hat Rosalía mit Belcanto-Koloraturen über die Flammen in ihrem Kopf und die Schwere ihres Herzens geklagt. Doch dann beginnen auf einmal diese mit schwarzen Federn geschmückten Fabelwesen wild zuckend über die Bühne zu tanzen. Und als zum Stroboskoplicht ein dröhnender Beat durch die Halle poltert, erklärt sich irgendwie von selbst, warum Spaniens neuer Superstar dieses Monster von einem Song „Berghain“ genannt hat – nach diesem fast schon mythischen Technoclub, der nur ein paar Hundert Meter von der Uber Arena entfernt ist, in der an diesem Freitag Rosalías Konzert stattfindet.
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