Groß nicht nur von Statur

Kultur

Im Kino war er der ikonische Toni Erdmann, in Salzburg der legendäre Jedermann: Nun ist der Ausnahmekünstler Peter Simonischek im Alter von 76 Jahren gestorben.

Peter Simonischek 2009 in Salzburg bei der Premierenfeier nach der Vorstellung „Jedermann“.

Peter Simonischek 2009 in Salzburg bei der Premierenfeier nach der Vorstellung „Jedermann“.

(Foto: dpa/Barbara Gindlpicture alliance)

Er war, was unter Schauspielern eher selten ist, ein gläubiger Katholik. An Feiertagen besuchte er die Messe und erbaute sich an der Zeremonie, an Orgelmusik, Gesang und Worten. Aber es war nicht allein die barocke Theatralik, die ihn ins Gotteshaus führte, sondern auch der Trost, den er aus dem Glauben zog. „Beides ist mir aus der Tradition entgegengewachsen“, sagte Peter Simonischek im Gespräch mit unserer Zeitung, „als Kind war ich Ministrant in einem Dorf in der Steiermark, die Düfte meiner Kindheit waren Kuhstall und Weihrauch.“ Dass der Tod mitten unter uns ist, wusste er also. Und doch kommt er in seinem Fall überraschend. In der Nacht zum Dienstag ist Peter Simonischek mit 76 Jahren im Kreise seiner Familie in Wien gestorben.

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