Gewalt in der Wohnküche
Kultur
Stark: Robin Telfer hat den Klassiker „Endstation Sehnsucht“ am Alten Schauspielhaus in historisch-nostalgischer Kulisse inszeniert.
Die Hauptdarstellenden: Max Hemmersdorfer, Sheila Bluhm, Natalie O’Hara und Marius Hubel (v.l.)
(Foto: Tobias Metz)
Da steht sie nun in ihrem weißen Spitzenkostüm und auf High Heels, mit Fascinator und Handtäschchen bewaffnet, in der schmuddeligen Küche ihrer Schwester: Blanche DuBois (Natalie O’Hara) war einmal eine waschechte Südstaatenschönheit. Nach dem Tod der Eltern, ihres Mannes und dem Verlust ihres Landguts Belle-Rêve ist sie mittellos und alleine, eine alternde Lehrerin ohne Anstellung. Mit der Straßenbahn ist sie vom Busbahnhof New Orleans bis zur Haltestelle „Sehnsucht“ gerumpelt, dann weiter in die „Elysischen Felder“, wo ihre Schwester Stella (Sheila Bluhm) mit Ehemann Stanley (Max Hemmersdorfer) wohnt, einem „Pollacken“ und Arbeiter aus der Unterschicht. Kein Umgang für die arme Blanche. Jetzt ist sie da und kann nicht mehr weg.
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