Einheit von Stille und Musik – so war das Konzert des SWR-Vokalensembles

Kultur

Das SWR-Vokalensemble hat im Mozartsaal einen Streifzug durch die reiche englische Chormusik geboten. Ein glänzender Abend, doch einen Wermutstropfen gab es auch.

Marcus Creed hat das SWR-Vokalensemble im Mozartsaal dirigiert.

Marcus Creed hat das SWR-Vokalensemble im Mozartsaal dirigiert.

(Foto: Klaus Mellenthin)

Halbtonrückungen sind vor allem in der Popmusik ein beliebtes Mittel, um gegen Ende des Songs die musikalische Spannung zu erhöhen. „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens oder Michael Jacksons „Man in the Mirror“ sind berühmte Beispiele für diesen eigentlich recht simplen Trick. Edward Elgar nun verwendet in seinem Stück für gemischten Chor „There Is Sweet Music“, mit dem das Konzert des SWR-Vokalensembles im Mozartsaal begann, die Halbtonspannung nicht als sukzessiven Vorgang, sondern als Zustand: Während sich die Männer im Raum von G-Dur bewegen, singen die Frauen in As-Dur – eine tonale Uneindeutigkeit, die jene in Alfred Tennysons Text beschriebene Sinnestrübung klanglich evoziert, in der sich die Seeleute durch den Genuss der psychedelisch wirkenden Frucht einer Lotospflanze befinden.

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