„Eine Hymne an das Leben“: Was den Fall Pelicot mit den Epstein-Files verbindet

Kultur

Das Eliten-Netzwerk Jeffrey Epsteins scheint weit von den Kreisen entfernt, in denen Gisèle Pelicot zum Opfer der perversen Machenschaften ihres Mannes wurde. Doch das täuscht.

In ihrer Autobiografie erobert sich Gisèle Pelicot ihr Leben aus  einem Abgrund zurück, der sich nicht nur vor ihren Füßen geöffnet hat.

In ihrer Autobiografie erobert sich Gisèle Pelicot ihr Leben aus einem Abgrund zurück, der sich nicht nur vor ihren Füßen geöffnet hat.

(Foto: AFP)

Manchmal enthüllt erst der Zufall der Gleichzeitigkeit Zusammenhänge zwischen Dingen, soweit sie auch voneinander entfernt liegen mögen. In diesen Tagen hat die Französin Gisèle Pelicot ein Buch veröffentlicht, das offenbart, was sich hinter der Fassade einer nach außen glücklichen Familie verbirgt: zu welchem teuflischem Doppelsinn der Begriff des liebenden Ehemanns fähig ist, welche widerwärtigen Abgründe er beleuchtet. Ein Mann, der seine Frau jahrelang mit Narkotika vergiftet, um sie zur Vergewaltigung an im Internet rekrutierte Sexzombies freizugeben. Es sind ganz normale Leute, dicke, dünne, aller Altersklassen, die den Körper Gisèle Pelicots zum Müllsack ihrer schmutzigen Fantasien gemacht haben. Über ihren Mann ragt das Unvorstellbare in prekäre Verhältnisse hinein, frühe Gewalterfahrungen, zerrüttete Familien, Armut.

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