Eine Branche im Widerstand – Buhrufe für dem Minister

Kultur

Immerhin hat sich Wolfram Weimer zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse getraut. Was er sich dort anhören musste, dürfte ihm nicht gefallen haben.

Kann man Protest aussitzen? Wolfram Weimer im Leipziger Gewandhaus.

Kann man Protest aussitzen? Wolfram Weimer im Leipziger Gewandhaus.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Normalerweise beginnt die Leipziger Buchmesse im ehrwürdigen Gewandhaus mit fantastischem Orgelgetöse, das den Blick auf den über dem Instrument prangenden Sinnspruch lenkt: Res severa verum gaudium - wahre Freude ist eine ernste Sache. Wie wahr. Denn eines muss man den ernsten Fragwürdigkeiten rund um das Agieren des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer doch zugutehalten: Überzeugender sind die fälligen Selbstversicherungen der Bedeutung des Kulturguts Buch selten ausgefallen als bei der Eröffnungsfeier am Mittwochabend. Durch Weimers Entscheidung, drei Buchhandlungen aus unüberprüfbaren Gründen die von einer unabhängigen Jury zuerkannte Auszeichnung zu entziehen, konnten sich die schönen Worte, die bei Gelegenheiten wie diesen zu hören sind, am konkreten Ernstfall beweisen.

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