Die imperialen Umtriebe der „weiblichen Lawrence von Arabien“

Kultur

Ein neues Buch erzählt das Leben der Orientalistin Gertrude Bell - und erklärt, welche verheerenden Folgen das Zeitalter des Imperialismus im Orient bis heute hat.

Gertrude Bell (Mitte) bei einem Picknick mit dem irakischen König Faisal (Zweiter von rechts) im Jahr 1922.

Gertrude Bell (Mitte) bei einem Picknick mit dem irakischen König Faisal (Zweiter von rechts) im Jahr 1922.

(Foto: IMAGO/Gemini Collection)

Es ist eine dieser sexistischen Ungerechtigkeiten, die sich aus einer von Männern dominierten Welt ergeben. Während der britische Soldat und Orientexperte Thomas Edward Lawrence heute als „Lawrence von Arabien“ zur Legende geworden ist, ist seine Kollegin Gertrude Bell nahezu vergessen. Dabei haben Lawrence und Bell im Ersten Weltkrieg gemeinsam in Mesopotamien die Interessen des Britischen Reiches gegen das allmählich zerbröselnde Osmanische Reich vorangetrieben - Lawrence, indem er die arabischen Stämme zum Aufstand aufwiegelte, Bell als Netzwerkerin, politische Beraterin und Agentin.

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