Die Stunde der Verletzlichkeit

Kultur

Spannend, packend, tief berührend: Mit „Klarkommen“ beleuchten junge Menschen im Join des Staatstheaters ihre Zukunftsängste.

„Klarkommen“ heißt der Stück, das jetzt Premiere hatte. Doch klarkommen, zeigt das Ensemble, ist gar nicht so einfach.

„Klarkommen“ heißt der Stück, das jetzt Premiere hatte. Doch klarkommen, zeigt das Ensemble, ist gar nicht so einfach.

(Foto: Join/Staatstheater)

Ironie oder Utopie? „Klarkommen“ heißt das Stück, das am Donnerstagabend in der Jungen Oper im Nord (Join) Premiere feiert, doch eigentlich kommt hier niemand wirklich klar. Am ehesten klappt das noch am Ende, als sich die 16 jungen Menschen auf der Bühne in die Stille zurückziehen – teils alleine auf dem Boden, teils aneinander gekuschelt auf einem der beiden undefinierbaren rosa Hügel, zwischen denen sich in der Jungen Oper im Nord (Join) die Spielfläche aufspannt. Ansonsten geht es in dem einstündigen Theater-Experiment, das in Kooperation mit Backsteinhaus Produktion entstand, eher um Unklares. Also um diffuse Zukunftsängste, gespeist von Klimawandel, künstlicher Intelligenz und dem (Selbstvermarktungs-)Druck der sozialen Medien. Und um Sehnsüchte, zum Beispiel nach Ruhe, analoger Verbundenheit und einem soliden Selbstbild.

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