„Die Dreigroschenoper“ als Gerichtsdrama

Kultur

Viktor Bodó verlegt am Schauspiel Stuttgart den Brecht-Klassiker „Die Dreigroschenoper“ in einen Gerichtssaal, und das Ensemble brilliert mit Kurt Weills Balladen.

Im Gerichtssaal geht es schmissig zu.

Im Gerichtssaal geht es schmissig zu.

(Foto: Julian Baumann)

Ganz oben, hinter Schreibmaschine und Telefonen, sitzt der Richter. Man blickt zu ihm auf, aber manchmal vergisst man ihn auch, und einmal, als er brüllen will, verwandelt sich sein Gebrüll in ein Schnarchen. Drunten, im Gerichtssaal, ist der Mensch gemein, und erscheint der reitende Bote des Königs zur rechten Zeit, dann darf er das auch sein, wird zudem noch in den Adelsstand erhoben.

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