„Das Ende vom Lied“ – Gegen die Wand in West-Berlin
Kultur
Michael Wildenhain erzählt von Jugendbanden, Boxkämpfen und Nachkriegstraumata – und von jenen, die in der großen Erzählung der 68er meist übersehen werden.
Straßenszene in West-Berlin 1969
(Foto: IMAGO/TT)
Literarisch gesehen ist die Bühne der 68er-Bewegung, die Studentenrevolte, das Berlin der späten 1960er und frühen 1970er Jahre, samt den darauf agierenden Protagonisten gut ausgeleuchtet. Nicht zuletzt von den Romanen des in der Hausbesetzerszene West-Berlins sozialisierten Autors Michael Wildenhain. Aber weitgehend im Dunkeln bleibt, was im Hintergrund auf den Straßen sonst noch los war, in Milieus, deren Befreiung die rebellischen Bürgerkinder zwar in unverständlichen, dogmatischen Vokabeln proklamierten, die sich zu ihnen aber eher wie die erdabgewandte Seite des Mondes verhielten.
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