Cornelius Meisters allerletzter Mahler
Kultur
Cornelius Meister hat im Beethovensaal sein letztes Sinfoniekonzert als Generalmusikdirektor der Staatsoper dirigiert.
Cornelius Meister
(Foto: Sebastian Mare)
Es war eine schöne Idee von Cornelius Meister, für sein letztes Sinfoniekonzert als Generalmusikdirektor auch den Staatsopernchor mit einzubinden. Mit Alexander von Zemlinskys Psalm 23 hatte er dazu ein Werk gewählt, das neben biografischen Verbindungen – Zemlinsky war mit Mahlers späterer Frau Alma liiert – auch ästhetisch gut zu der neunten Sinfonie passt, mit der Meister an diesem Abend seinen Mahlerzyklus gerundet hat. Denn wie Mahler hat sich auch Zemlinsky am Brückenbau zwischen Himmel und Erde versucht: „Der Herr ist mein Hirte/mir wird nichts mangeln“ singen engelsgleich die Soprane über einem von Harfe und Celesta bekränzten Orchestersatz. Das könnte, so ähnlich, auch aus einer Mahlersinfonie sein, und das Staatsorchester beweist schon hier ein hohes Maß an Klangfeinheit und orchestraler Wucht.
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