Bunte Vögel und andere Stimmen
Kultur
Songs, Nachtmusik, Waldklänge und Resilienz: Im Stuttgarter Theaterhaus hat das Eclat-Festival für neue Musik begonnen.
Die Eclat-Komponistin Kirsten Reese bei der Recherche
(Foto: Eclat/Marc Folcher)
Warum singen Vögel in einem biodiversen Wald mehr als in einem artenarmen? Diese Frage ist so in einem musikalischen Werk wohl noch nie gestellt worden. Aber jetzt. In „Future Forest“ verbindet Kirsten Reese ökoakustische Aufnahmen von Naturgeräuschen mit instrumentalen Aktionen: Eingespieltes Vogelzwitschern und das mit Kontaktmikrofonen eingefangene Knarzen von Bäumen und Schaben kleiner Insekten treten, akustisch vergrößert, in den Dialog mit Klängen von Flöte, Oboe, Klarinette, Klavier, Streichinstrumenten und Schlagzeug. Sehr vorsichtig ertastet das Ensemble Recherche den Raum zwischen Natur und Kunst, schafft mal eine frappierende akustische Mimikry, mal einen effektvollen Kontrast. Schade nur, dass sich das Experiment mit der Zeit erschöpft. Und dass projizierte Textzeilen nicht nur die Hirne der Lauschenden übermäßig bombardieren, sondern am Ende auch noch allzu zeigefinger-didaktisch einherkommen.
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