Anne-Sophie Mutter in Stuttgart

Kultur

Anne-Sophie Mutter sorgt für einen dicht bestuhlten Beethovensaal und kombiniert zwei Mozart-Konzerte mit zeitgenössischen Werken.

Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter

(Foto:  )

Es raschelt und regt sich im Saal. Nur wenige Plätze sind unbesetzt, auf den anderen ist es nicht durchwegs ruhig. Eine Geigen-Ikone ist kurz vor ihrem (unglaublich!) 50-jährigen Bühnenjubiläum wieder einmal nach Stuttgart gekommen, und wieder einmal erweist sie sich als Publikumsmagnet. Doch das Programm der Tournee mit den Berliner Barocksolisten stößt nicht durchwegs auf Begeisterung. Zwar animiert am Ende die Zugabe, eine mit virtuoser Wildheit genommene Version des Gewitters aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, die Menschen zu Begeisterungsstürmen. Den Anfang jedoch scheint mancher so nicht erwartet zu haben. Und das ist womöglich das Wichtigste und Erstaunlichste, was die Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter an diesem Abend vermittelt: dass Künstlerinnen und Künstler, die mit ihren großen Namen die Massen anziehen, eine Macht haben, die Verantwortung einschließt. Was in Mutters Fall bedeutet, dass sie auch Musik spielt, die sich mit unserer Zeit auseinandersetzt.

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