Die große Wirkung entfaltet sich in leisen Bildern
Knittlingen
Am Fluss zur Erleuchtung: „Siddhartha“ von Hermann Hesse wird in der Knittlinger Faust-Schule als magisches Schattenspiel präsentiert.
Besonderes Erlebnis: „Siddhartha“ von Hesse als Schattentheater. Foto: Bastian
Knittlingen. Der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse (1877 bis 1962) prägte mit seinen Romanen die Literatur des 20. Jahrhunderts. In seinen Geschichten geht es oft um die seelisch-geistige Entwicklung einer jungen Hauptfigur. „Wer bin ich, und welchen Platz habe ich in der Welt?“ – fragen sowohl Harry Haller in „Der Steppenwolf“ als auch Hans Giebenrath in „Unterm Rad“. Auch „Siddhartha“, der junge Brahmane, muss einen weiten Weg hinter sich bringen, um endlich spirituelle Selbstfindung und Erlösung zu erlangen. Auf seiner Reise erlebt er Askese, Reichtum, Erotik und Verzweiflung, bis er schließlich erkennt, dass echte Weisheit nicht gelehrt werden kann, nicht einmal durch den erleuchteten Buddha, dem er auf seinem Weg begegnet, sondern nur aus eigener Erfahrung entsteht. Ganz am Ende findet er an einem Fluss Ruhe und inneren Frieden und erkennt die Einheit des Lebens, nachdem er gelernt hat, auf die Stimme der Welt und seines eigenen Ichs zu hören. Was für eine wunderbare Geschichte!
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