Kein Pflanzenschutz erlaubt: Winzer gibt auf

Illingen

Weinberge verschwinden aus dem „Schützinger Spiegel“: Edmund Pfeil darf seit Januar keine Pestizide auf seiner 800 Quadratmeter großen Anbaufläche mehr ausbringen, eine andere Fläche kauft das Land und lässt den Weinberg roden. Das ärgert die betroffenen Wengerter.

Weil er keine Ausnahmegenehmigung für Pflanzenschutzmaßnahmen bekommt, sieht sich Kleinstwinzer Edmund Pfeil aus Schützingen gezwungen, seinen 800 Quadratmeter großen Weinberg abzuschneiden. Auch, damit sich eventuelle Krankheiten der Rebstöcke nicht weiter ausbreiten. Foto: privat

Weil er keine Ausnahmegenehmigung für Pflanzenschutzmaßnahmen bekommt, sieht sich Kleinstwinzer Edmund Pfeil aus Schützingen gezwungen, seinen 800 Quadratmeter großen Weinberg abzuschneiden. Auch, damit sich eventuelle Krankheiten der Rebstöcke nicht weiter ausbreiten. Foto: privat

Illingen-Schützingen. Auch wenn er die gesetzlichen Grundlagen kennt, kann der Schützinger Hobby-Winzer es doch nicht so recht nachvollziehen: Weil Pestizide in Naturschutzgebieten seit Anfang des Jahres verboten sind und er sich bis zuletzt vergeblich um eine Ausnahmegenehmigung bemüht hat, hat sich Edmund Pfeil dazu entschlossen, seinen einzigen, rund 800 Quadratmeter großen Weinberg, der im Naturschutzgebiet „Schützinger Spiegel“ liegt, nach vielen Jahren der Bewirtschaftung aufzugeben. „Ich habe alles versucht und schließlich einen Schlussstrich gezogen“, sagt der 68-Jährige resigniert unserer Zeitung. Erst kürzlich habe er den Weinberg abgeschnitten – quasi als Reißleine, damit auf der Fläche nicht „alles verkommt“.

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