Ausstellung entführt in die Welt der Renaissance

Bretten

Im Melanchthonhaus in Bretten regt ein Kooperationsprojekt mit dem Knittlinger Faust-Museum die Besucher zum Nachdenken an.

Christian Neddens und Denise Roth führen ein amüsantes Streitgespräch. Foto: Weber

Christian Neddens und Denise Roth führen ein amüsantes Streitgespräch. Foto: Weber

Bretten. Das Melanchthonhaus in Bretten überrascht sein Publikum mit einer originellen Idee: Wie hätte ein Gespräch zwischen dem Humanisten Philipp Melanchthon und dem sagenumwobenen Faust ausgesehen? Zwar waren die beiden laut Ausstellungstext „Zeitgenossen aus nächster Nachbarschaft“, doch ob sie sich jemals begegnet sind, bleibt ungewiss. In der Ausstellung „Wir müssen reden“ nehmen sie Platz an einem Tisch – zumindest gedanklich. Ein Besuch lohnt sich. Die Faust-Expertin Dr. Denise Roth (Leiterin des Faust-Museum) und der Melanchthon-Gelehrte Professor Dr. Christian Neddens (Direktor der Melanchthon-Akademie) präsentieren eine kompakte Quintessenz ihrer Themenwelt – gewissermaßen eine „Renaissance to go“. Die Ausstellung vermittelt den Zeithorizont der frühen Neuzeit. Zugleich zeigt sie, wie damals Debatten geführt wurden als Inspiration für heutige Formen des Dialogs.

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