Warum wird am Konstanzer Münster so lange gebaut?
Baden-Württemberg
Am Konstanzer Münster wandert das Gerüst mit den Jahren rundherum. Die Münsterbaumeisterin Christine Horstmann erklärt den Grund.
Alte Kirche, gewaltige Aufgabe: Christine Horstmann ist neue Münsterbaumeisterin für das Konstanzer Münster.
(Foto: Uli Fricker)
Das Arbeiten in Teilzeit ist heftig ins Gerede gekommen. Einige Leute von der CDU halten es für lässigen Lifestyle und meinen damit, dass Teilzeitler unnötig und tageweise auf der faulen Haut liegen, statt die volle Woche zu schaffen. Wahrscheinlich haben diese Kritiker nie mit Christine Horstmann gesprochen. Sie steht auf der Plattform des Münsterturms in Konstanz. Ihr Augenmerk gilt nicht dem Münsterplatz tief unter ihr oder den Dachgärten, die mit ihren Topfpflanzen und Rattanmöbeln im Sommer an toskanische Landgüter erinnern. Nein, sie hält sich rein beruflich und stundenweise in dieser Höhe auf. Die studierte Architektin weist auf offen liegende Steinfugen am Mittelturm hin, auf bröckelnden Putz und vermooste Stellen. Die blonde Frau bekleidet seit einigen Tagen ein Amt mit imposantem Titel: Sie arbeitet als neue Münsterbaumeisterin, womit sie für das Wohlgedeihen des ältesten Gebäudes einer der ältesten Städte in Baden-Württemberg zuständig ist.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen